Auftaktveranstaltung zu den WOCHEN GELEBTER DEMOKRATIE 2014

ZIVILCOURAGE – DIE FRIEDLICHE REVOLUTION VON 1989 IN DESSAU UND ROSSLAU  am 22. Oktober 2014 in der Dessauer Johanniskirche

Fünfundzwanzig Jahre nach der Friedlichen Revolution wollen wir uns an das Ende der DDR erinnern lassen. In vielen Kommunen war öffentlich geworden, dass es bei den Wahlen im Mai 1989 Fälschungen gegeben hatte. Aber in der „Diktatur des Proletariats” war ZIVILCOURAGE eine existenzielle Frage. Diese Veranstaltung eröffnet am 22. Oktober 2014 von 18:30 bis 21:30 Uhr in der St. Johanniskirche Dessau die WOCHEN GELEBTER DEMOKRATIE, die unter dem Thema ZIVILCOURAGE stehen (mehr dazu hier…).

Im Rahmenprogramm der Veranstaltung werden nicht nur eine  Ausstellung zur Wendezeit in Dessau und Beiträge des Offenen Kanals (mehr dazu hier…) gezeigt. Im Mittelpunkt dieses Abends stehen vor allem ZEITZEUGEN, die über ihre Motivationen und persönlichen Erfahrungen berichten und zugleich für ein offenes Gespräch zur Verfügung stehen.  Auch in der errungenen Demokratie bleiben die Fragen aktuell, welche Gesellschaft wir in Zukunft haben wollen, wie sich Bürgerinnen und Bürger zivilcouragiert einmischen können und wie es gelingt, sie zu ermutigen, sich an der Ausgestaltung der Demokratie zu beteiligen.


PROGRAMM

18.30 Uhr
Begrüßung  und Beginn der Veranstaltung

18.40 Uhr
Der Offene Kanal Dessau zeigt DOKUMENTE aus der Wendezeit wie Filme, Fotos und Reden.

19.00 Uhr
ZEITZEUGEN-PODIUM mit:
Dr. Jürgen Neubert
Dr. Alfred Radeloff
Klemens Koschig
Angelika Storz
Guido Fackiner

Moderation: Dr. Alf Christophersen

20.00 Uhr
ZEITZEUGEN-PODIUM: Nachgefragt-Runde aus dem Publikum

20.30 Uhr

Pause

20.45 Uhr

FACHVORTRAG von Dr. Alf Christophersen
„ZIVILCOURAGE HEUTE – Gestaltungswille oder Symbolpolitik?“

21.30 Uhr
Ende der Veranstaltung

SERVICE

Hier finden Sie die VORMERKEN-Postkarte (download PDF-Datei…).




ZEITZEUGEN und MODERATOR

Dr. Jürgen Neubert
ist der erste regulär gewählte Bürgermeister nach 1989 in Dessau. Der Arbeitspsychologe ist einer der Mitbegründer der Ost-FDP und  bringt sich bis heute aktiv in die Politik ein. Er wurde für seine Verdienste um den Aufbau der neuen Stadtverwaltung 2005 mit der Fritz-Hesse-Medaille geehrt.

Dr. Alfred Radeloff
ist seit 1959 anhaltischer Pfarrer und war 1977 bis1996 Kreisoberpfarrer in Dessau. Er ist 1990 durch den Dessauer Stadtrat für seinen Einsatz in Kirche und Öffentlichkeit während der Friedlichen Revolution zum Ehrenbürger ernannt worden.

Klemens Koschig
war in Roßlau maßgeblich an der Friedlichen Revolution beteiligt als Mitbegründer des Neuen Forum, Hauptredner auf den Roßlauer Dienstagsdemos und Teilnehmer am Runden Tisch des Kreises Roßlau. Er war von 1990 bis 2007  Bürgermeister in Roßlau und von 2007 bis 2014 Oberbürgermeister der Doppelstadt Dessau-Roßlau.

Angelika Storz
war 1989 eine der Sprecherinnen des Neuen Forums  und wurde 1990 in den Stadtrat gewählt. Sie ist Mitglied der SPD und seit 2007 im Stadtratspräsidium. Ortbürgermeisterin in Dessau-Mildensee war sie von 2002 bis 2007. Als Vorsitzende der Moses-Mendelssohn-Gesellschaft Dessau leitet sie seit 1993 auch die beiden Stiftungen der Gesellschaft. Sie arbeitet im UBA Dessau, Ref. Zentrale Finanzen.

Guido Fackiner
ist Mitbegründer der Dessauer Grünen und erlebte den Herbst 1989 bei der Nationalen Volksarmee. Er gehörte vor der Wende der Evangelischen Jugend an und war Träger des Zeichens „Schwerter zu Pflugscharen“. Als Mitglied der Interessengemeinschaft Stadtgestaltung beteiligte er sich im Mai 1989 an der Kontrollzählung der Kommunalwahl. Heute ist er als Leiter des Dessauer Reisewerkes in der Region bis Wörlitz und Wittenberg unterwegs.

Der MODERATOR Dr. Alf Christophersen
ist Studienleiter für Theologie, Politik und Kultur an der Evangelischen Akademie in Wittenberg.

ZUR AUSSTELLUNG

Im Kirchenschiff steht eine Ausstellung zu den Ereignissen der Friedlichen Revolution in Dessau vom Herbst 1989 bis zu den ersten freien Wahlen 1990. Die zwölf Tafeln sind bereits zum 20. Jahrestag entstanden und wurdenvom Stadtarchiv zur Verfügung gestellt. Es werden Bilder und Texte gezeigt von den Friedensgebeten und Demonstrationen, vom Runden Tisch im Ratssaal und von der Vernichtung der Waffen der Kampfgruppen, von der Gründung des Neuen Forums und von der Neubildung der demokratischen Parteien.


Demonstration am 27. Oktober 1989 vor dem Dessauer Rathaus unter dem Spruchband “Demokratie jetzt oder nie”. Foto: Bernd Helbig

Der OFFENE KANAL DESSAU
sendet ab dem 29. September Zeitdokumente und Interviews mit folgenden Zeitzeugen der Ereignisse vor 25 Jahren:
Dr. Jürgen Neubert, erster frei gewählter Oberbürgermeister Dessaus
Dr. Alfred Radeloff, damaliger Kreisoberpfarrer im Kirchenkreis Dessau
Lothar Ehm, Initiator der Vernichtung der Kampfgruppenwaffen und der daraus gegossenen Friedensglocke


Am 31. Januar 1990 rollen im Kasernenhof der Pioniereinheit der Nationalen Volksarmee der DDR in Dessau-Alten gepanzerte Fahrzeuge der Volksarmee  über die Waffen der am 6. Dezember 1989 aufgelösten Kampfgruppeneinheiten der Dessauer Betriebe und machen sie unbrauchbar. Die Vernichtung der Waffen  geschieht unter der Aufsicht der “Aktion 6. Dezember” der Dessauer Magnetbandfabrik und des Runden Tisches. Aus dem Schrott der Waffen soll eine Glocke gegossen werden, die zu Frieden und Freiheit ruft. Foto: Bernd Helbig

ORT / ZEIT

ZIVILCOURAGE – DIE FRIEDLICHE REVOLUTION VON 1989 IN DESSAU UND ROSSLAU

Mittwoch, 22. Oktober 2014
18.30 bis 21.30 Uhr
St. Johanniskirche Dessau
Johannisstr. 11
06844 Dessau-Roßlau

INFOS / KONTAKT

Netzwerk GELEBTE DEMOKRATIE
Steffen Andersch
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tel. / fax: 0340 – 26 60 21 3
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