Konzept des LAP

Mittlerziele (2014)

1. Das Netzwerk GELEBTE DEMOKRATIE in Dessau-Roßlau wird  erweitert, operativ unterstützt und fachlich begleitet.

2. Staatliche und nichtstaatliche Akteur_innen kooperieren verbindlich, nachhaltig. gleichberechtigt und beteiligungsorientiert.

3. Die öffentliche Deutungs- und Wirkungsmächtigkeit des Lokalen Aktionsplanes als Instrument der Demokratiestärkung wird systematisch ausgebaut und verfestigt.

Handlungsziele (2014)

1. Zur nachhaltigen Struktursicherung des Netzwerkes GELEBTE DEMOKRATIE wird ein Beschluss im Stadtrat angestrebt, der als zentrales Element die Implementierung der Netzwerkstelle GELEBTE DEMOKRATIE in Dessau-Roßlau (Arbeitstitel) beinhaltet.

2. Für die geplante Netzwerkstelle GELEBTE DEMOKRATIE in Dessau-Roßlau wird ein passgenaues Fundraising- und Sponsoringkonzept entwickelt.

3. Es wird im 1. Quartal 2014 die LAP-Ideenwerkstatt "Welche nachhaltigen Projekte braucht Dessau-Roßlau" durchgeführt.

4. Die strategische Öffentlichkeitsarbeit wird ziel- und ergebnisorientiert auf das Netzwerk GELEBTE DEMOKRATIE fokussiert.  

5. Eine externe Koordinierungsstelle (KS) begleitet mit ihrer Fachexpertise die operative, strategische und inhaltliche Umsetzung der LAP-Gesamtstrategie.

Zielgruppen

Der LAP richtet sich an multiplikationsfähige- und willgeTräger, Initiativen, Institutionen  und Netzwerke:

-  die bereits zivilgesellschaftlich-demokratisch aktiv sind
-  sich in ihrem Leitbild zu Auseinandersetzung- und Sensibilisierungsprozessen im präventiven Umgang mit demokratiefeindlichen, rechtsextremen und  antisemitischen Handlungs- und Einstellungsmustern bekennen dazu gehören :
- Vereine und Verbände;  Behörden;  MigrantInnenselbstorganisationen;  Polizei und Justiz; Bildungseinrichtungen; Träger der Jugendhilfe; zivilgesellschaftliche Zusammenschlüsse;  institutionell nicht gebundene (engagierte) Einzelpersonen; Jugendverbände- und Organisationen.

Controlling und Qualitätssicherung

Die Koordinierungsstelle überprüft in einem kontinuierlichen Prozess die Umsetzung des LAP auf Grundlage des erarbeiteten Handlungskonzeptes. In enger Abstimmung mit dem Begleitausschuss werden dabei insbesondere die selbstgesteckten Ziele hinsichtlich ihrer Wirksamkeit evaluiert. Auch hier wird sich eng am Grundsatz der direkten Partizipation orientiert, d. h. alle beteiligten AkteurInnen können sich intensiv in den Controlling-Prozess einbringen. Die Überprüfung der Indikatoren, die in den Stammblättern des Bundesprogramms vorgegeben sind, gehört zum Controlling des LAP Dessau-Roßlau. Dazu hat die Koordinierungsstelle ein Verfahren zur Plausibilitätsprüfung entwickelt.

Die Einzelprojekte werden hinsichtlich ihrer inhaltlichen Wirksamkeit mit Hilfe der eingeforderten Sachberichte und der Stammblätter 2 evaluiert. Dazu hat die Koordinierungsstelle eigens ein Sachberichtsraster entwickelt. Die so eingegangenen Berichte dienen auch dazu, einer zukünftige Bedarfsanalyse (auf der Projektebene) im Rahmen des Aktionsplanes zu entwickeln. Darüber hinaus sind die Entscheidungskriterien für die Projektanträge (standardisiertes Verfahren im Begleitausschuss) mit den obligatorischen Angaben in den LAP-Antragsformularen und den vorgeschriebenen Sachberichtsraster inhaltlich harmonisiert. Dies gewährleistet eine relative Vergleichbarkeit der Kriterien in allen Phasen der Projekte und ist für eine transparente Evaluation unerlässlich.

4. Interne Kommunikation

Der kontinuierliche und verbindliche Austausch zwischen den AkteurInnen, insbesondere des Begleit-ausschussmitgliedern, ist von eminenter Bedeutung. Nur auf dieser Grundlage kann die Wirksamkeit des Aktionsplanes prozesshaft nachvollzogen werden. Außerdem gilt es hier, innerhalb des Begleitausschusses Informationshierarchien zu vermeiden, um so als Gremium in der öffentlichen Außenwirkung aussagekräftig zu sein. Die interne Kommunikation wird von der Koordinierungsstelle in Kooperation mit der Stadt Dessau-Roßlau umgesetzt. Dazu werden sowohl ereignisunabhängiger informeller Wege genutzt (e-mail-Verteiler), als auch regelmäßige Zusammenkünfte und die Sitzungen des Begleitausschusses. Zur internen Kommunikation zählt jedoch über die Struktur Koordinierungsstelle/Begleitauschuss hinaus, ebenso der enge und vernetzte Austausch mit LAP-Projektträgern und der lokalen Vereins- und Initiativenlandschaft. Insbesondere im Bereich der Selbstevaluation ist diese breiter angelegte Form des Diskurses unerlässlich. Im Förderjahr 2013 wird dieser Prozess zudem verstärkt Diskurse in den Gremien und Projektgruppen des Netzwerkes GELEBTE DEMOKRATIE berücksichtigen.

5. Strategische Öffentlichkeitsarbeit

Bisher ist der Aktionsplan in seiner Gesamtheit, aber auch was die einzelnen Projekte und Maßnahmen anbelangt, in der lokalen/regionalen Öffentlichkeit wirkungsmächtig präsent. Als praxis- und realitätsnaher hat sich erwiesen, bei den Einzelmaßnahmen immer wieder auf den „Überbau LAP“ dezidiert hinzuweisen.
Die Homepage des LAP Dessau-Roßlau, die aus den tragenden Säulen Dokumentation, Information, und Service besteht, ist seit dem Start des Aktionsplanes ein wichtiges Forum. Hier leistet die Koordinierungsstelle im Rahmen ihrer Ressourcen in enge Kooperation mit den Projektträgern die redaktionelle Hauptarbeit. Mit nahezu 300.000 User-Zugriffen hat sich die Homepage als ein wichtiges Sprachrohr des LAP etablieren können. 

Als zusätzliches Angebot/Service berichtet die KS zudem ausführlich über ausgewählte LAP-Höhepunkte im Internet und in einem regelmäßig erscheinenden Newsletter.

Außerdem informiert die Koordinierungsstelle in Form von Pressemitteilungen regelmäßig über Projekte im Rahmen des Aktionsplanes und die Mitarbeiter nehmen an entsprechenden Pressegesprächen persönlich teil.

Zudem sind bislang drei Broschüren erscheinen (mehr dazu hier...), die die bisherigen Aktivitäten des Aktionsplanes (auch) selbstkritisch und reflektiv bilanzieren, Projekte vorstellen, AkteurInnen des Aktionsplanes zu Wort kommen lassen und einen Ausblick auf zukünftige Herausforderungen wagen. 

Gerade diese Publikationen erfreuen sich einer großen, bundesweiten Aufmerksamkeit und haben den Bekanntheitsgrad des hiesigen LAP`s spürbar erhöht. Zudem stellt der Aktionsplan jährlich seine Ergebnisse auf einer Bilanzpressekonferenz vor, die vom Oberbürgermeister der Stadt geleitet wird.

An all diesen bewährten Elementen der strategischen Öffentlichkeitsarbeit wird auch in der 2. Förderperiode konsequent festgehalten.


 
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