„Einer spricht es offen aus, jetzt durchbrach einer diese Schallmauer“

Zeitzeugen erinnern an friedliche Revolution vor 25 Jahren in Dessau und Roßlau

Handgezählte 90 Gäste kamen am 22.Oktober 2014 in die Dessauer Johanniskirche um die Auftaktveranstaltung der vom Lokalen Aktionsplan für Demokratie und Toleranz geförderten Veranstaltungsreihe WOCHEN GELEBTER DEMOKRATIE (mehr dazu hier…) live mitzuerleben. Besonders beeindruckte im Rahmen der Veranstaltung ZIVILCOURAGE – DIE FRIEDLICHE REVOLUTION VON 1989 IN DESSAU UND ROSSLAU das mit Angelika Storz, Guido Fackiner, Klemens Koschig, Dr. Jürgen Neubert und Alfred Radeloff hochkarätig besetzte Zeitzeugen-Podium. Nicht nur einmal ging ob der sehr emotional und persönlich geschilderten Eindrücke wahlweise ein Raunen oder Szenenapplaus durchs Publikum.


90 Gäste kamen zur Veranstaltung in die Johanniskirche

„Unsere Gemeinde hat die Ereignisse im Herbst 19989 damals mitgetragen und die Kirche für diesen Zweck geöffnet.“, sagt Robert Hartmann. Der SPD-Mann, der zugleich im Stadtrat sitzt und die Gäste mit Namen der Kirchengemeinde St. Johannis und St. Marien begrüßt, fährt fort: „Für uns war damals klar das christliches Leben nicht heißt, im Verborgenen zu agieren, sondern mitten ins gesellschaftliche Leben zu treten und dort Präsenz zu zeigen.“  Eine Brücke schlagend zum Veranstaltungstitel ist sich Robert Hartmann  sicher, dass die friedlichen Proteste vor 25 Jahren in Dessau und Roßlau nur mit einem Begriff umschrieben werden können – „Zivilcourage“. Eine Lehre aus dieser gesellschaftspolitischen Umwälzung, hat der Stadtrat für sich  in einer Art Merksatz parat: „Demokratie muss gepflegt, gelernt und gelebt werden“. Seinen ganz persönlichen Bezug zu dieser Zeit spart Robert Hartmann nicht aus, fieberte er doch just genau vor einem Vierteljahrhundert seiner Entlassung als DDR-Bausoldat entgegen: „Hinter uns lagen Wochen der Ängste, wir wurden zurück in die Kasernen befohlen und es herrschte Urlaubs- und Ausgangssperre.“  Die bange Frage die in jedem Gespräch mitschwang: „Wenn die Armee in die Geschicke eingreifen sollte, wie verhalten wir uns bei entsprechenden Befehlen?“  Die Erleichterung darüber, dass weder er noch seine damaligen Kollegen letztlich darauf eine Antwort geben mussten, ist dem Stadtrat noch heute regelrecht anzumerken: „Dass dies nicht so kam ist den Menschen zu verdanken, die auf den Straßen und Plätzen Signale setzen – keine Gewalt.“ Zum Schluss seinen Eingangsstatements spannt er den Bogen zur Jetzzeit:  „Wir dürfen aber nicht vergessen, dass das damals Erreichte noch nicht die Vollendung ist. Wir dürfen nicht zulassen, dass unsere Gesellschaft in eine Politikverdrossenheit abdriftet, Politik zum Machtpoker verkommt  oder das Lebensglück ausschließlich in einer privaten, isolierten Welt gesucht wird.“  Den Leitsatz vom Netzwerk GELEBLTE DEMOKRATIE (mehr dazu hier…) `Demokratie ist, was Du draus machst“ zitierend, wünscht Robert Hartmann dem Publikum schließlich eine spannende und interessante Veranstaltung – da sollte er nicht zu viel versprochen haben.


Der Stadtrat Robert Hartmann begrüßte das Publikum

„Wie kann das was wir erinnern so präsent gehalten werden, dass wir nicht nur die Geschichte um die Geschichte willens behandeln in der man sich zustimmend oder ablehnend versenken kann, sondern wie kann Geschichte dazu dienen uns Kraft und Energie dafür zu geben, aktuelle Problemstellungen zu prägen und zu gestalten.“, beginnt der Moderator Dr. Alf Christophersen mit einem nahezu geschichtsphilosophischen Kurzexkurs. Der Studienleiter für Theologie, Politik und Kultur an der Evangelischen Akademie in Wittenberg findet, dass sich Zeitzeugen oftmals widersprechen würden, nicht selten in  Streit gerieten aber dennoch unverzichtbar sind: „Sie sind das wichtigste vom Transparentmachen von dem, was wirklich gewesen ist.“ Eine nonchalante Überleitung zum Podium, vollbesetzt mit Zeitzeugen.

Der Moderator Dr. Alf Christophersen führte durch den Abend

Die erste Frage geht an Angelika Storz, heute Stadtratsmitglied und Vorsitzende der Moses-Mendelssohn-Gesellschaft Dessau, die 1989 eine der Sprecherinnen des Neuen Forums war.  „Ich habe mir lange überlegt was ich heute Abend sage, ich möchte mich auf das beschränken, was noch nicht geschrieben ist, wo es keine Bilder gibt und was noch nicht gesagt wurde.“, beginnt die SPD-Politikerin den Gästen Einblick in ihrer Erinnerungen zu gewähren.  Schon lange vor dem heißen Herbst hätte es danach vor allem im kirchlichen Jugendbereich schon aktive Diskussionen und Widerstandsgruppen gegeben: „In meiner Kirchengemeinde  war ich Jugendleiterin für 40 junge Leute, die man heute als Punker bezeichnen würde.“ Für diese Jugendsubkultur, in der DDR staatlich drangsaliert, öffnet ihr Mann und sie Haus und Tür. Da passte es wohl auch nicht schlecht, dass Angelika Storz zu dieser Zeit eine eigene Band hatte: „Wir haben alle Musikwettbewerbe in der DDR gewonnen, ich war die Sängerin und habe Chansons geschrieben.“  Als sie später mit den anderen Musikern durch die Lande, vorwiegend im ehemaligen DDR-Bezirk Karl-Mark-Stadt, tourte, gab es erste Berührungen mit der Staatsmacht: „Da kam die Stasi, hat meine Eltern einbestellt und die Songs wurden verboten.“ Trotz hervorragender Leistungen im Studium hatte dieses Engagement für sie kurz nach dem Abitur Konsequenzen: „Ich war einmal drei Tage exmatrikuliert, die Evangelische Kirche hat mir dann geholfen, so dass ich weiterstudieren konnte.“ Zum Erntedankfest 1988 habe sie sich schließlich in eine Liste des Neuen Forums eingeschrieben, weil bei ihr und anderen Mitstreiter_innen eine Erkenntnis gereift sei: „Wir waren auch Schuld, wir waren auch in der FDJ, wir haben all die Jahre mitgemacht und dieses System getragen – und jetzt ist Schluß.“ Schon zwei Tage später erfuhr sie von einem Treffen des Neuen Forums in Leipzig: „Ich machte mich mit meinem himmelblauen Trabant auf den Weg“. Dort traf Angelika Storz erstmals Jens Reich, Bärbel Boley und andere Aktivist_innen der Oppositionsbewegung .


Das Zeitzeugen-Podium (v.l.n.r.): Dr. Alf Christophersen (Moderator), Dr. Jürgen Neubert, Alfred Radeloff, klemens Koschig, Angelika Storz, Guido Fackiner

„Ich muss gestehen, eigentlich war ich ein Fan von Willy Brandt“, sagt Guido Fackiner etwas verschmitzt auf die Frage wie es denn dazu kam, dass er in Dessau die Grünen mitbegründet hat. Auch er wurde in kirchlichen Kreisen politisiert und erinnert daran, dass dort bereits in den 1980iger Jahren Themen wie Ökologie und Umweltschutz eine große Rolle einnahmen: „Als hier vor der Haustür der `Silbersee` in Wolfen-Bitterfeld noch geruchlich wirkte, waren das schon sehr prägende Elemente.“    

Dr. Jürgen Neubert, erste regulär gewählte Bürgermeister nach 1989 in Dessau und Mitbegründer der Ost-FDP, kommt schnell auf Punkt: „Wenn sie mich nach meinen Motiven fragen, war der Freiheitsgedanke immer ein zentraler.“



„Ich wundere mich, dass Sie alle gekommen sind bei diesem Hundewetter“, sagt Alfred Radeloff in seiner unnachahmlichen Art und hat damit nicht wenige Lacher auf seiner Seite. Szenenapplaus brandet dann bei seiner Bemerkung auf, dass diese Kirche in der er 30 Jahre gepredigt hat, eine schwierige Akustik hat: „HIER MUSS MAN SEHR DEUTLICH UND AKZENTUIERT sprechen.“  Der Kirchenmann, zur Wendezeit Kreisoberpfarrer und aktives Mitglied am Runden Tisch, spricht die ganz spezielle Situation rund um den Oktober/November 1989 an. Die alten Griechen haben dafür eine eigene Begrifflichkeit, die so genannte „Kairos-Zeit“, in der Gesetze außer Kraft gesetzt werden und sich die Ereignisse förmlich überschlagen: „Ich habe das erlebt an meinem eigenen Körper und wer es nicht erlebt hat muss versuchen, es jetzt nachzuempfinden.“ Die Johanniskirche war zudem einer der historischen Orte, von denen die friedliche Revolution ihren Anfang nahm, trafen sich doch hunderte Menschen nach einer der ersten Großdemonstrationen am 27. Oktober 1989 dort: „Hier stand das Mikrofon, hier waren 800 Menschen drin. Später waren noch viel mehr Leute hier, da hatten wir auch keine Stühle mehr aufgestellt.“ An dem offenen Mikrofon, so erinnert sich Alfred Radeloff, hatten sich bewegende Szenen abgespielt: „Da stand ein Arbeiter auf und sagte seinen Namen, seine Straße und Hausnummer. Und oben – heute nicht – saß die Stasi und er sagte laut, ich wiederhole das gerne noch einmal, schreibt es Euch auf.“  Für den heute 81-jährigen waren es solche mutigen Zeichen, die den Bann gebrochen haben: „Einer spricht es offen aus, jetzt durchbrach einer diese Schallmauer.“ Es folgten weitere, viele umarmten sich danach, einige weinten. „Die Emotionen wandelten durch den Raum“, paraphasiert der damalige Kreisoberpfarrer seine einstigen Wahrnehmungen.



„Natürlich ändert man sich im Laufe seines Lebens und natürlich auch in 25 Jahren nach der friedlichen Revolution“, antwortet Klemens Koschig auf die Frage, ob er in seiner langen politischen Karriere ob der Sachzwänge und Reglementierungen im Alltagsgeschäft Abstriche vom 89`-beseelten Freiheitsempfinden habe machen müssen. Der langjähriger Bürgermeister von Roßlau, später Oberbürgermeister der Doppelstadt Dessau-Roßlau, ist sich dennoch sicher: „Zur Freiheit stehen wir heute nach wie vor und das hat auch nichts damit zu tun, dass man in einem demokratischen Meinungsbildungsprozess Kompromisse eingeht.“  Für Klemens Koschig, der sich 1989 als Hauptredner auf den Roßlauer Dienstagsdemos einen Namen machte und später Teilnehmer am Runden Tisch war, gehört aber auch zur Analyse, dass 25 Jahre nach dem Umbruch viele Bürgerinnen und Bürger die Freiheit für sich immer noch nicht angenommen hätten: „Die um sich greifende DDR-Nostalgie ist auch ein Ausdruck, ein Wunsch nach der falschen Geborgenheit  eines Staates, der alles für alle regelt.“ Er sieht im Nachklapp den Wendeprozess durchaus auch kritisch: „Die Hälfte war Banane, die sind in den Westen gefahren und dann war die Sache erledigt.“  Dafür bekommt der ehemalige Oberbürgermeister einen unüberhörbaren Applaus.  



„Sicher sind wir inzwischen in den Alltagswogen angekommen“, eröffnet Angelika Storz die zweite Runde und bekräftigt zugleich, dass es damals zunächst darum gegangen sei, die Stasi aufzuräumen und die Freiheit wirklich – und nicht nur auf dem Papier – zu erringen: „Als wir hier in dieser Kirche noch vor der ersten Demo ein Musikstück probten kam die Stasi und sagte: ´Wir kennen ihre Namen, wir wissen wo sie wohnen. Denken Sie doch an ihre Kinder, die kommen sonst ins Heim`.“ Dies sei tatsächlich ebenso passiert, wie eine Einbestellung des Neuen Forums Dessau in die Staatsanwaltschaft: „Die Sekretärin hatte dort eine Liste die sie uns abfragen musste und nebenan saßen acht hochrangige Juristen die irgendetwas suchten, um uns `Wegzuknasten`.“ Dies, so Angelika Storz noch immer sichtlich empört, sei die Realität gewesen. Im Detail schildert die Stadträtin die Besichtigung eines Stasistützpunktes in Mildensee, der für die Beobachtung der Autobahntransitstrecke zuständig war: „Da gingen wir als kleine Mildenseer Forumsgruppe einfach rein.“  Noch eindrucksvoller wird es als sie schließlich berichtet, wie die Aktivist_innen des neuen Forums in diesem Stasigebäude schließlich im Überwachungsraum unterm Dach angekommen waren: „Da habe ich alle Stecker aus der Wand gezogen und gesagt - ´Ihre Arbeit ist nun beendet`.“  Später hatte das Neue Forum ein eigenes Büro in der Bitterfelder Straße. Noch heute erinnert sich Angelika Storz daran, dass dann auch Polizisten kamen: „Manche haben geweint, weil sie so von Schuld bedrückt waren, weil sie Leute verpfiffen und Berichte geschrieben haben.“  Aus diesem Engagement zieht sie noch eine Prämisse für das Hier und Heute: „Wir müssen auf uns selbst achten, dass wir uns nicht mehr einspannen lassen, andere zu bevormunden – wir müssen ihnen wirkliche Freiräume lassen. Das ist Moses Mendelssohn aus Dessau – Toleranz.“  Applaus.



Für Dr. Jürgen Neubert ist eine Lehre aus den letzten 25 Jahren, dass die Anforderungen an demokratische Parteien weder überfrachtet noch, so die andere Seite im Spannungsfeld, in einer allgemeine Schelte abgleiten dürften: „Parteien können vieles, aber eben nicht alles regeln.“ Der Wille zur Mitbestimmung, zur Mitgestaltung und Beteiligung habe die Menschen damals auf die Straße gebracht: „Diese Freiräume werden heute immer weniger genutzt. Das beginnt schon damit dass die Bürger offensichtlich nicht einmal bereit sind, zur Wahlurne zu gehen.“ Für die Wahrnehmung, dass nach seinem Dafürhalten sich indes zu wenige Menschen ehrenamtlich und/oder bürgerschaftlich ins Gemeinwesen einbringen würden, bekommt der  FDP-Politiker positive Reaktionen aus dem Publikum.

Alfred Radeloff wagt dann einen Perspektivwechsel: „Ich möchte einmal an die denken, die ihre Macht während der friedlichen Revolution verloren haben.“ Viel zu oft würden sie vergessen und als Wendehälse diskreditiert: “ Ich denke an den Runden Tisch wo gewendete Genossen saßen. Und ich fand, was sie vorbrachten hörte sich gut an.“

„Man kann dem natürlich nachtrauen aber es war eine Einmal-Situation die uns damals alle erfasst hat“, sagt Guido Fackiner.  Nichtdestotrotz sei für ihn diese Erfahrung, wenn „sich plötzlich Berge von selbst versetzen“ , eine ganz wichtige gewesen: „Dieses kurze Gefühl einer unbändigen Power hätte man auf Dauer auch gar nicht ausgehalten.“ Schon 1982, erinnert sich der Kommunalpolitiker, habe man in Kirchenkreisen zusammengesessen und über Politik diskutiert und dies im vollen Bewußtsein, dass der Staat mithört: „Wir haben dann einfach weitergemacht und eine Bestellliste gemacht, wie Weihnachten.“  Passiert sei freilich nichts, trotz Gobartschow  – null Bewegung in einer erstarrten Gesellschaft. Ohne diese Vorgeschichte aus Frustration, enttäuschten Visionen und Hoffnungen sei auch der dynamische Verlauf des Wendeherbstes nicht zu erklären: „Es ist ein riesiges Erlebnis, dass dann miterlebt zu haben.“   

Die Schlussbetrachtung zur Veranstaltung obliegt dem Moderator Dr. Alf Christophersen. Der Reihe mit dem Titel ZIVILCOURAGE – DAMALS – PRAKTISCH – HEUTE sei es inhärent, den Überschlag und den Transfer dahingehend zu ermöglichen, was aus dem ideellen Überschuss vor 25 Jahren in die aktuellen gesellschaftspolitischen Debatten, Entwicklungen und  Auseinandersetzungen übertragen werden könnte: „Zivilcourage ist eine Formulierung die aus dem Frankreich des 19. Jahrhundert kommt und die meint, dass der einzelne Mensch Mut zum eigenen Urteil hat.“  Die Binsenweisheit, dass der der Zivilcourage zeigt auch damit rechnen muss, dass sein Handeln für ihn selbst Nachteile bis hin zu Verfolgung und gesellschaftliche Stigmatisierung hat, bringt er auf eine griffige Formel: „Zivilcourage ist immer konfliktbezogen und spielt sich nicht am Kaffeetisch zu Hause, sondern im öffentlichen Raum ab.“ Zivilcourage sei zudem meistens asymmetrisch angelegt, also der berüchtigte Kampf gegen die Windmühlen, weil das aufbegehrende Individuum meistens der strukturellen Welt da draußen unterlegen sei: „Es gibt eigentlich immer Institutionen, Machtverhältnisse und Strukturen die so stark sind, dass die Möglichkeiten des Einzelnen normiert sind.“ Abseits von solchen theoretischen Zuschreibungen auf einem hohen Abstraktionsniveau, hat er noch einen kräftigen Schulterklopfer für das Netzwerk GELEBTE DEMOKRATIE im Gepäck: „Wie man sich für Zivilcourage einsetzt, beweisen Sie vor Ort und mit dieser Reihe immer wieder aufs Neue.“



Die Organisator_innen waren sich nach diesem emotional beindruckenden Abend schnell einig darin, dass die Messlatte für den Rest der WOCHEN GELEBTER DEMOKRATIE damit ziemlich hochliegt. Bange machen ließ sich davon jedoch niemand.

Der Offene Kanal Dessau zeigt übrigens die gesamte Veranstaltung nebst Zeitzeugen-Podium in einer Aufzeichnung in der Woche vom 10. bis 16. November 2014 (mehr dazu hier…).                         


 
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